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Medien - Novartis Schweiz

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Medienmitteilungen

22. Oktober 2009 06:59

Novartis verzeichnet in den ersten neun Monaten 2009 eine kräftige Dynamik der neuen Produkte und erzielt eine starke operative Performance

  • Starkes zugrunde liegendes Wachstum des Gesundheitsportfolios in den ersten neun Monaten 2009:
    • Getragen vom zweistelligen Zuwachs in der Division Pharmaceuticals wächst der Nettoumsatz in lokalen Währungen um 8% auf USD 31,3 Milliarden
    • Das operative Ergebnis steigt um 1% auf USD 7,3 Milliarden, wächst bei konstanten Wechselkursen und unter Ausschluss von Sonderposten jedoch um 11%
    • Der Reingewinn sinkt um 8% auf USD 6,1 Milliarden, beeinflusst durch negative Währungseffekte, Finanzierungskosten für Alcon und Sonderkosten von USD 189 Millionen aus assoziierten Gesellschaften; bei konstanten Wechselkursen steigt der Reingewinn jedoch um 2%
    • Der unverwässerte Gewinn pro Aktie beläuft sich in den ersten neun Monaten 2009 auf USD 2,69 - gegenüber USD 2,93 im Vorjahreszeitraum
    • Der Free Cashflow vor Dividendenausschüttung steigt um 20% auf USD 6,1 Milliarden
  • Fortschritte mit Innovationen: Afinitor (USA/EU), Ilaris (USA) und H1N1-Pandemie­grippeimpfstoffe 2009 zugelassen; positive Phase-III-Daten für QAB149 (COPD) und FTY720 (MS)
  • Novartis ist auf dem besten Weg zu Rekordumsätzen und -gewinnen 2009 bei konstanten Wechselkursen
Kennzahlen - Fortzuführende Geschäftsbereiche
Neun Monate bis 30. September

Drittes Quartal
Basel, 22. Oktober 2009 - Die Ergebnisse kommentierte Dr. Daniel Vasella, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates von Novartis: "Ich freue mich über die starke zugrunde liegende Performance. Sie ist getragen von der Dynamik unseres Pharma­geschäfts, das vom Wachstum neuer Produkte und der Verjüngung des Portfolios profitiert und damit die Konkurrenz übertrifft. Unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung zeigen hervorragende Ergebnisse: Wir haben 2009 zahlreiche wichtige Zulassungsgenehmigungen erhalten - insbesondere für das Krebsmedikament Afinitor und das biotechnologisch hergestellte Medikament Ilaris. Die Lieferungen der H1N1-Pandemiegrippeimpfstoffe sind im Gange, wobei Novartis sämtliche Kapazitäten ausschöpft, um den Bedarf der Gesundheitsbehörden zu decken. Auch das Generika­geschäft von Sandoz erzielte gute Fortschritte, verbunden mit einem Wiederaufschwung in den USA. Gestützt auf die bedeutenden Fortschritte, die wir im bisherigen Jahres­verlauf erzielt haben, erwarten wir für das Gesamtjahr zugrunde liegende Ergebnisse in Rekordhöhe."
ÜBERBLICK
Neun Monate bis 30. September
Die anhaltende zugrunde liegende Expansion der Division Pharmaceuticals mit einer Steigerung des Nettoumsatzes um 11% in lokalen Währungen (+4% in US-Dollar) stärkte das Gesundheitsportfolio des Konzerns in den ersten neun Monaten 2009.
Der Nettoumsatz des Konzerns stieg in lokalen Währungen um 8%, blieb aber in US-Dollar stabil bei USD 31,3 Milliarden. Die Divisionen Sandoz (+4% in lokalen Währungen) und Consumer Health (+3% in lokalen Währungen) trugen ebenfalls zum Wachstum bei. Europa (USD 12,9 Milliarden, +7% in lokalen Währungen), die USA (USD 10,1 Milliarden, +5% in lokalen Währungen) sowie die sechs führenden Schwellenländer (USD 2,8 Milliarden, +16% in lokalen Währungen) zählten zu den Regionen mit der besten Performance. Volumensteigerungen sorgten für ein Wachstum von sieben Prozentpunkten, Nettopreisänderungen wirkten sich mit einem Prozentpunkt positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stärkere US-Dollar schmälerte die zugrunde liegende Geschäftsexpansion jedoch um acht Prozentpunkte.
Das operative Ergebnis erhöhte sich um 1% auf USD 7,3 Milliarden. Bereinigt um Währungseffekte, ausserordentliche Positionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten in beiden Perioden stieg das opera­tive Ergebnis jedoch um 11%. Die Division Pharmaceuticals mit ihrer 8%igen Verbesserung des operativen Ergebnisses sowie Produktivitätssteigerungen in allen Divisionen lieferten die Mittel für eine Geschäftsexpansion und liessen die operative Gewinnmarge des Konzerns um 0,2 Prozentpunkte auf 23,4% des Nettoumsatzes steigen.
Wegen der Finanzierungskosten für Alcon, stark zurückgegangener Gewinne aus den Investitionen in Roche und Alcon im dritten Quartal 2009 sowie aufgrund eines höheren Steuersatzes verringerte sich der Reingewinn um 8% auf USD 6,1 Milliarden. Der unverwässerte Gewinn pro Aktie ging in den ersten neun Monaten 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 2,93 auf USD 2,69 zurück.
Drittes Quartal
Mit einem Nettumsatzwachstum von 7% in lokalen Währungen im dritten Quartal konnte Novartis die starke zugrunde liegende Dynamik dieses Jahres fortsetzen. Ungünstige Wechselkursveränderungen schmälerten das Wachstum jedoch um vier Prozentpunkte, so dass der ausgewiesene Nettoumsatz nur um 3% auf USD 11,1 Milliarden anstieg. Die Division Pharmaceuticals (+11% in lokalen Währungen) führte die Performance an, gefolgt von den Divisionen Consumer Health (+5% in lokalen Währungen) und Sandoz (+4% in lokalen Währungen), die trotz schwieriger Marktbedingungen Zuwächse in Lokalwährungen erzielten. Deutlich niedrigere Verkäufe von H5N1-Pandemieimpfstoffen (gegen Vogelgrippe) im Jahr 2009 führten zu einem Umsatzrückgang der Division Vaccines and Diagnostics (-16% in lokalen Währungen).
Das operative Ergebnis wuchs um 13% auf USD 2,6 Milliarden, wobei die operative Gewinnmarge dank Margenverbesserungen bei Pharmaceuticals, Sandoz und Consumer Health um 2,1 Prozentpunkte auf 23,8% des Nettoumsatzes stieg. Bereinigt um ungünstige Wechselkursveränderungen, ausserordentliche Positionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten verbesserte sich das operative Ergebnis um 9%.
Der Reingewinn erhöhte sich um 1% auf USD 2,1 Milliarden. Die 13%ige Verbesserung des operativen Konzernergebnisses wurde weitgehend kompensiert durch einen Verlust aus assoziierten Gesellschaften - wegen Aufwendungen von USD 189 Millionen für die Restrukturierung von Genentech durch Roche sowie die Wertminderung eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts von Alcon - durch höhere Finanzierungskosten und einen höheren Steuersatz. Dadurch stieg der unverwässerte Gewinn pro Aktie gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 0,92 lediglich geringfügig auf USD 0,93.
Langfristige Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen führen zum Erfolg
Novartis profitiert von langfristigen, konsequenten Investitionen in Innovationen und hat im Lauf dieses Jahres bereits mehr als 30 bedeutende Zulassungsgenehmigungen erhalten und deutliche Fortschritte in der Forschungs- und Entwicklungspipeline erzielt.
Wichtige Zulassungen betreffen das Krebsmedikament Afinitor, das Kombinations­präparat Valturna gegen Bluthochdruck, das Biotechnologie-Medikament Ilaris und die H1N1-Pandemie­grippeimpfstoffe. Die Pipeline im Spätstadium der Entwicklung macht ebenfalls rasante Fortschritte. So wird in Kürze mit der europäischen Zulassungs­genehmigung für QAB149 (COPD) gerechnet, und im September 2009 wurden weitere positive Phase-III-Daten zu FTY720 (MS) veröffentlicht, die das Potenzial dieses Medikaments bekräftigten.
Die Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen ergänzen zudem andere strategische Initiativen. So verfolgt Novartis das Ziel, mit einem fokussierten Portfolio, das auf ein breites Spektrum von gesundheitlichen Bedürfnissen ausgerichtet ist, ein langfristig nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Neben Investitionen in Innovationen stärkt das Unternehmen selektiv seine Geschäftsbereiche, expandiert in wachstumsstarke Märkte und optimiert die organisatorische Effizienz.
Die Hochwachstumsmärkte tragen zunehmend zur Geschäftsexpansion bei. So stieg der Nettoumsatz der sechs führenden Schwellenländer in den ersten neun Monaten 2009 in lokalen Währungen um 16% auf USD 2,8 Milliarden, wobei sich ein negativer Einfluss der weltweiten Wirtschaftslage bisher nur begrenzt bemerkbar macht. In diesen sechs Märkten - Brasilien, China, Indien, Russland, Südkorea und der Türkei - erwirtschaftete der Konzern im Berichtszeitraum 9% des Nettoumsatzes.
Neue Produkte verjüngen die Division Pharmaceuticals und positionieren Novartis als eines der wachstumsstärksten Unternehmen der Branche. Mit einem dynamischen Wachstum (+88% in lokalen Währungen) erzielten die jüngst eingeführten Produkte in den ersten neun Monaten 2009 einen Nettoumsatz von USD 3,3 Milliarden. Damit steigerten sie ihren Anteil am Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 9% auf 16%. Die 2009 neu zugelassenen Produkte wie Afinitor und Ilaris dürften die Geschäftsexpansion weiter vorantreiben. Die Tatsache, dass in Japan 2009 bereits fünf Medikamente neu zugelassen wurden - Tasigna, Xolair, Co-Dio, Lucentis und Rasilez - wird die Dynamik in diesem wichtigen Markt voraussichtlich beschleunigen.
Nach den entsprechenden Zulassungsgenehmigungen in den USA und Europa begann Vaccines and Diagnostics in der letzten Septemberwoche mit der Auslieferung von Impfstoffen gegen den neuen H1N1-Grippevirenstamm. Die gross angelegte Antigen­herstellung wird an allen europäischen Standorten fortgesetzt. Bis Ende 2009 sollen voraussichtlich rund 90 bis 120 Millionen Dosen produziert werden, die im vierten Quartal einen Nettoumsatzbeitrag von rund USD 400 bis 700 Millionen ausmachen dürften. Ausserdem konnte Novartis Anfang Oktober die Lieferung von 27 Millionen Impfdosen gegen saisonale Grippe für den US-Markt vor dem ursprünglich geplanten Termin abschliessen, um eine frühere Impfung zu ermöglichen.
Sandoz schloss im September die Übernahme des Spezialgeschäfts injizierbarer Generika von EBEWE Pharma für EUR 0,8 Milliarden (USD 1,2 Milliarden) ab. Damit schuf das Unternehmen eine neue, globale Wachstumsplattform und verbesserte den Zugang zu Krebsmedikamenten. Diese Akquisition wird die Expansion im wachstums­starken Markt injizierbarer Arzneimittel weiter vorantreiben und stellt eine wichtige Erweiterung des Portfolios von Sandoz dar. Darüber hinaus kann sich der Produktions­standort in Wilson, North Carolina (USA), nach dem erfolgreichen Abschluss einer Inspektion durch die FDA im dritten Quartal 2009 erneut auf die Einführung neuer Produkte konzentrieren.
Die Division Consumer Health bereitet in den USA gegenwärtig die baldige Markt­einführung von Prevacid 24HR vor. Dies ist die erste rezeptfrei erhältliche Version dieses ursprünglich verschreibungspflichtigen Medikaments gegen Sodbrennen und eine wichtige Ergänzung des derzeitigen Portfolios der Division, das 15 globale Marken mit Jahresumsätzen von mehr als USD 100 Millionen umfasst. Novartis beabsichtigt, Prevacid 24HR zu einer der fünf führenden rezeptfreien Marken in den USA aufzubauen, wo dieser Protonpumpenhemmer dreijährige Marktexklusivität geniesst.
Konzernausblick
(Vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)
Novartis erwartet für das Gesamtjahr 2009 eine starke operative Performance und rechnet auf Konzernebene mit einem Nettoumsatzwachstum im hohen einstelligen Prozent­bereich in Lokalwährungen - selbst unter Ausschluss der im vierten Quartal 2009 erwarteten Verkäufe von H1N1-Pandemiegrippeimpfstoffen. In der Division Pharmaceuticals wird 2009 eine Nettoumsatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich in Lokalwährungen erwartet. Auch ohne den Beitrag der H1N1-Pandemie­grippeimpfstoffe dürften das operative Ergebnis und der Reingewinn 2009 bei konstanten Wechselkursen Rekordwerte erreichen. In den ausgewiesenen Ergebnissen könnte das Wachstum durch währungsbedingte Verluste jedoch erheblich geschmälert werden.

GESCHÄFTSÜBERSICHT
Neun Monate bis 30. September
Nettoumsatz
Pharmaceuticals: USD 20,8 Milliarden (+4%, +11% in lokalen Währungen)
Dank rasanter Expansion der jüngst eingeführten Produkte sowie zweistelliger Wachstumsraten in allen Regionen erzielte die Division Pharmaceuticals in lokalen Währungen eine anhaltend dynamische Performance. Die weltweite Markteinführung der neuen Produkte wie Lucentis, Exforge, Exjade, Exelon Pflaster, Aclasta/Reclast und Rasilez/Tekturna verjüngt derzeit das Portfolio und sorgte im Berichtszeitraum für einen Nettoumsatzbeitrag von USD 3,3 Milliarden. Die genannten Produkte steigerten ihren Anteil am Nettoumsatz der Division gegenüber 2008 von 9% auf 16% und steuerten acht Prozentpunkte zur Wachstumsrate der Division von 11% in Lokalwährungen bei.
Alle Therapiegebiete verzeichneten zweistellige Wachstumsraten in Lokalwährungen. Das Wachstum des grössten Therapiebereichs, der Onkologie (USD 6,5 Milliarden, +13% in lokalen Währungen), beruhte auf der Umsatzentwicklung von Glivec/Gleevec (USD 2,9 Milliarden, +12% in lokalen Währungen), Femara (USD 925 Millionen, +16% in lokalen Währungen) und Exjade (USD 469 Millionen, +30% in lokalen Währungen). Wachstumsträger des strategischen Bereichs der Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel­medikamente (USD 5,4 Milliarden, +12% in lokalen Währungen) waren die neuen Medikamente Exforge (USD 475 Millionen) und Rasilez/Tekturna (USD 202 Millionen) sowie das führende Produkt Diovan (USD 4,4 Milliarden, +5% in lokalen Währungen). Das Diabetesmedikament Galvus (USD 115 Millionen) konnte in einigen europäischen, lateinamerikanischen und asiatischen Schlüsselmärkten die Konkurrenz übertreffen. Der Bereich Neurologie und Augenheilmittel (USD 3,3 Milliarden, +13% in lokalen Währungen) profitierte vor allem von Lucentis (USD 858 Millionen, +48% in lokalen Währungen) und Exelon (USD 687 Millionen, +24% in lokalen Währungen).
Sowohl in Europa (USD 7,6 Milliarden, +11% in lokalen Währungen) als auch in Latein­amerika und Kanada (USD 1,8 Milliarden, +14% in lokalen Währungen) verzeichnete die Division eine starke Performance. Auch in den USA (USD 7,1 Milliarden, +10% in lokalen Währungen) wurden Zuwächse erzielt, und Japan (USD 2,2 Milliarden, +9% in lokalen Währungen) profitierte von der Einführung neuer Produkte. In den sechs führenden Schwellenländern Brasilien, China, Indien, Russland, Südkorea und der Türkei (USD 1,8 Milliarden, +19% in lokalen Währungen) wurde der erfolgreiche Wachstumskurs fort­gesetzt.
Hauptursachen für den Umsatzrückgang waren die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zurückgegangenen Lieferungen von H5N1-Pandemieimpfstoffen gegen Vogel­grippe sowie geringere Verkäufe von Impfstoffen gegen Frühsommer-Meningo­enzephalitis (FSME) in Europa. Die Umsätze saisonaler Grippeimpfstoffe gingen im Berichtszeitraum vor allem aufgrund des Preisdrucks in den USA zurück.
Sandoz erzielte in allen drei Quartalen 2009 ein Wachstum von 4% in lokalen Währungen, während der Nettoumsatz im Vorjahreszeitraum nur 1% in lokalen Währungen gestiegen war. In Deutschland wuchs das Retailgeschäft (+5% in lokalen Währungen) trotz des insgesamt schrumpfenden Marktes und erreichte einen Marktanteil von 29%. Dabei konnten die Neueinführungen die Einbussen durch Rabatt­ausschreibungen einiger gesetzlicher Krankenversicherungen wettmachen. Im US-Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars (+1%) wurden im Berichtszeitraum 18 Neueinführungen (gegenüber 17 im Gesamtjahr 2008) verzeichnet. Volumen­steigerungen wurden jedoch durch Preiserosion teilweise aufgehoben. In anderen Regionen konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, allen voran in der Region Asien/Pazifik (+20% in lokalen Währungen), die vom Wachstum in China und Japan profitierte.
Consumer Health: USD 4,2 Milliarden (-6%, +3% in lokalen Währungen)
Die Geschäftseinheit CIBA Vision erwies sich als das wachstumsstärkste Kontaktlinsen- und Linsenpflegeunternehmen der Branche. Die Einheit profitierte von der Expansion neuer Produkte, die das solide Wachstum in lokalen Währungen beschleunigten. Die Geschäftseinheit Animal Health wuchs schneller als der entsprechende Weltmarkt und eroberte in den USA neue Anteile am Markt für Parasitenbekämpfungsmittel. Die Geschäftseinheit OTC erzielte im bisherigen Jahresverlauf eine zunehmend positive zugrunde liegende Performance.
Operatives Ergebnis
Pharmaceuticals: USD 6,5 Milliarden (+8%)
Das operative Ergebnis stieg um 8% und damit deutlich stärker als der Umsatz. Unter Ausschluss von negativen Währungseffekten (-10 Prozentpunkte) und Sonderpositionen (+2 Prozentpunkte) in beiden Perioden stieg das operative Ergebnis sogar um 16%. Der zweistellige Umsatzanstieg sowie Produktivitätssteigerungen von mehr als USD 700 Millionen im Berichtszeitraum beschleunigten das Wachstum des operativen Ergebnisses. Sie ermöglichten ausserdem massgebliche Investitionen in die Einführung neuer Produkte sowie verstärkte Investitionen in Onkologieprojekte - insbesondere Afinitor - und in ausgewählte Wachstumsmärkte wie etwa China. Die Aufwendungen für Marketing und Verkauf gingen gegenüber der Vorjahresperiode von 30,0% auf 29,0% des Nettoumsatzes zurück und unterstützten die globale Einführung einiger neuer Produkte wie Galvus, Exelon Pflaster, Rasilez/Tekturna und Afinitor. Investitionen in Forschung und Entwicklung beliefen sich im laufenden Jahr auf 20,3% des Netto­umsatzes, obwohl zehn neue, 2009 gestartete Phase-III-Studien unterstützt werden. In der Vorjahresperiode (21,3% des Nettoumsatzes) war ein ausserordentlicher Aufwand von USD 223 Millionen für die Abschreibung des eingestellten Entwicklungsprojekts mit Aurograb angefallen.
Vaccines and Diagnostics: USD -211 Millionen
Das operative Kernergebnis (unter Ausschluss von Sonderpositionen und Ab­schreibungen auf immateriellen Vermögenswerten) sank gegenüber der Vor­jahresperiode von USD 254 Millionen auf USD 66 Millionen. Unter anderem wurden Investitionen in klinische Studien mit H1N1-Pandemieimpfstoffen und in Projekte mit Meningitis­impfstoffen in späten Entwicklungsstadien getätigt. Im Berichtszeitraum fiel durch einen Rechtsfall ein ausserordentlicher Aufwand von USD 45 Millionen an, während im Vorjahreszeitraum ein ausserordentlicher Lizenzertrag für Diagnostika von USD 49 Millionen verbucht worden war.
Sandoz: USD 850 Millionen (-4%)
Sandoz erzielte eine starke Performance und steigerte das operative Ergebnis bei konstanten Wechselkursen um 8%, was Volumensteigerungen in wichtigen Märkten sowie erheblichen Produktivitätsgewinnen zu verdanken war. Diese Gewinne wurden in den ausgewiesenen Ergebnissen jedoch durch negative Währungs­effekte (-12 Prozent­punkte) mehr als aufgehoben. Durch die Initiative "Project Compete" konnten die Funktionskosten im Vergleich zur Vorjahresperiode gesenkt werden, so dass die operative Gewinnmarge um 0,5 Prozentpunkte auf 15,9% des Nettoumsatzes stieg.
Consumer Health: USD 809 Millionen (-6%)
Dank Produktivitätssteigerungen verbesserte sich das operative Ergebnis bei konstanten Wechselkursen um 9% und übertraf damit deutlich das Umsatzwachstum von 3% in lokalen Währungen. Diese Gewinne wurden jedoch durch ungünstige Wechselkurs­veränderungen (-15 Prozentpunkte) mehr als aufgehoben.
Nettoergebnis Corporate
Der Nettoaufwand von Corporate erhöhte sich vor allem wegen höherer Aufwendungen für die Altersvorsorge.
Drittes Quartal
Nettoumsatz
Pharmaceuticals: USD 7,2 Milliarden (+8%, +11% in lokalen Währungen)
Dank der rasanten Expansion der neuen Produkte und anhaltender Beiträge wichtiger Märkte konnte die Division das dynamische Wachstum im dritten Quartal 2009 fortsetzen. Die jüngst eingeführten Produkte erzielten im dritten Quartal 2009 einen Nettoumsatz von USD 1,3 Milliarden. Damit steigerten sie ihren Anteil am Nettoumsatz der Division gegenüber dem Vorjahresquartal von 11% auf 18%. Diese neuen Produkte sind zudem für neun Prozentpunkte des Nettoumsatzwachstums von 11% in lokalen Währungen im dritten Quartal 2009 verantwortlich.
Sämtliche Therapiegebiete erzielten ein kräftiges zugrunde liegendes Wachstum. Der Onkologiebereich (USD 2,3 Milliarden, +11% in lokalen Währungen) profitierte von den ersten Umsätzen aus der Markteinführung von Afinitor in den USA, während Exforge und Rasilez/Tekturna den strategischen Bereich der Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel­medikamente (USD 1,8 Milliarden, +9% in lokalen Währungen) stärkten. Auch das Diabetesmedikament Galvus (USD 50 Millionen) setzte seine dynamische Performance in Europa, Lateinamerika und Asien fort. Der Bereich Neurologie und Augenheilmittel (USD 1,2 Milliarden, +18% in lokalen Währungen) erzielte mit Lucentis (USD 335 Millionen, +60% in lokalen Währungen) und Exelon (USD 251 Millionen, +23% in lokalen Währungen) rasante Zuwächse.
Die Geschäfte in Europa (USD 2,6 Milliarden, +9% in lokalen Währungen) wie auch in Lateinamerika und Kanada (USD 645 Millionen, +17% in lokalen Währungen) sowie in den USA (USD 2,4 Milliarden, +10% in lokalen Währungen) trugen massgeblich zum Wachstum bei. Die Umsatzbeiträge der 2009 neu eingeführten Produkte sorgten für eine Expansion des Geschäfts in Japan (USD 773 Millionen, +8% in lokalen Währungen). In den sechs führenden Schwellenländern (USD 639 Millionen, +12% in lokalen Währungen) wurden weitere Zuwächse verzeichnet, vor allem in China und der Türkei.
Vaccines and Diagnostics: USD 543 Millionen (-18%, -16% in lokalen Währungen)
Bis Anfang Oktober 2009 wurden rund 27 Millionen Impfdosen gegen saisonale Grippe für die Saison 2009/2010 in den USA und Europa ausgeliefert, wobei der Nettoumsatz pro Dosis vor allem wegen des Preisdrucks in den USA gegenüber der Vorjahresperiode leicht zurückging. Grössere Lieferungen von Tollwut- und Kinderimpfstoffen trugen dazu bei, den erheblichen Umsatzrückgang im Jahr 2009 bei den H5N1-Pandemieimpfstoffen gegen Vogelgrippe teilweise wettzumachen. Für die Ende September ausgelieferten H1N1-Pandemiegrippeimpfstoffe wurde im dritten Quartal 2009 ein Nettoumsatz von rund USD 17 Millionen verbucht.
Sandoz: USD 1,9 Milliarden (-3%, +4% in lokalen Währungen)
In den wichtigsten Märkten erzielte die Generikadivision dank der Einführung neuer Produkte und verstärkter Vermarktungsaktivitäten ein solides zugrunde liegendes Wachstum. Das Retailgeschäft verzeichnete in Deutschland (+8% in lokalen Währungen), Westeuropa (+6% in lokalen Währungen) und der Region Asien/Pazifik (+9% in lokalen Währungen) die beste Performance. In den USA konnte das Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars (+5%) im dritten Quartal 2009 zum zweiten Mal in Folge eine Steigerung des Nettoumsatzes gegenüber dem Vorjahresquartal vorweisen, was der Einführung neuer Produkte zu verdanken war. Dazu gehörte unter anderem die erste Markteinführung einer generischen Version von Tacrolimus (Prograf®). In Mittel- und Osteuropa wurden kräftige Zuwächse erzielt, die Ergebnisse wurden jedoch durch schwierige Marktbedingungen gedämpft.
Consumer Health: USD 1,5 Milliarden (0%, +5% in lokalen Währungen)
Dank der Beiträge aller Geschäftseinheiten erzielte die Division die stärkste zugrunde liegende Quartals-Performance seit dem ersten Quartal 2008. CIBA Vision eroberte mit neuen Produkten weitere Marktanteile, während die Expansion bei Animal Health auf der Geschäftsentwicklung in den USA und Lateinamerika beruhte. Die Geschäftseinheit OTC gewann dank starker Nachfrage nach Husten- und Erkältungsmedikamenten an Dynamik.

Operatives Ergebnis
Pharmaceuticals: USD 2,2 Milliarden (+27%)
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 27% und wuchs damit deutlich stärker als der Umsatz. Auch nach Bereinigung um Währungseffekte (-6 Prozentpunkte) und Sonderpositionen (+17 Prozentpunkte) in beiden Perioden stieg das operative Ergebnis um 16%. Die kräftige zugrunde liegende Geschäftsexpansion mit einer Nettoumsatz­steigerung von 11% in lokalen Währungen sowie Produktivitätsgewinne sorgten für diesen Anstieg des operativen Ergebnisses und ermöglichten beträchtliche Investitionen in Neueinführungen, wichtige Entwicklungsprojekte und geografische Expansion. Die Aufwendungen für Marketing und Verkauf sanken im dritten Quartal 2009 um 1,4 Prozentpunkte auf 27,8% des Nettoumsatzes. Die Forschungs- und Entwicklungs­investitionen gingen 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem ein ausser­ordentlicher Aufwand von USD 223 Millionen für das eingestellte Entwicklungsprojekt mit Aurograb angefallen war, um 3,7 Prozentpunkte auf 19,7% des Nettoumsatzes zurück.
Vaccines and Diagnostics: USD 23 Millionen
Hauptursachen für den Rückgang des operativen Ergebnisses waren geringere Beiträge der H5N1- und saisonalen Grippeimpfstoffe im dritten Quartal 2009 sowie Investitionen in H1N1-Pandemieimpfstoffe und Studien mit Meningitisimpfstoffen in der Spätphase der Entwicklung. Unter Ausschluss von ausserordentlichen Positionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten sank das operative Kernergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 258 Millionen auf USD 102 Millionen.
Sandoz: USD 312 Millionen (+6%)
Produktivitätssteigerungen im Marketing und im Einkauf sorgten für eine Verbesserung des operativen Ergebnisses bei konstanten Wechselkursen um 18% und unterstützten strategische Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen. Dabei wurden die Auswirkungen ungünstiger Wechselkursveränderungen (-11 Prozentpunkte) in den ausgewiesenen Ergebnissen mehr als wettgemacht. Infolgedessen stieg die operative Gewinnmarge um 1,5 Prozentpunkte auf 16,9% des Nettoumsatzes.
Consumer Health: USD 303 Millionen (+4%)
Produktivitätssteigerungen in der Lieferkette und in anderen Bereichen trugen zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsinitiativen bei und unterstützten die Einführung neuer Produkte in allen Geschäftseinheiten. Bei konstanten Wechselkursen stieg das operative Ergebnis um 14% und wuchs damit deutlich stärker als der Umsatz in lokalen Währungen. Die operative Gewinnmarge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 20,5% des Nettoumsatzes.
Nettoergebnis Corporate
Vor allem aufgrund höherer Aufwendungen für Altersvorsorge und Versicherungen stieg der Nettoaufwand von Corporate im dritten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahres­zeitraum um USD 42 Millionen.

FINANZÜBERSICHT
Neun Monate bis 30. September und drittes Quartal
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Ausserordentliche Aufwendungen von insgesamt USD 189 Millionen für Massnahmen bei Roche und Alcon hatten im dritten Quartal 2009 einen Verlust aus assoziierten Gesellschaften von USD 21 Millionen zur Folge. Im Vorjahreszeitraum war dagegen ein Ertrag von USD 88 Millionen verzeichnet worden. Im Zusammenhang mit dem Restruktu­rierungsaufwand von Roche für die Übernahme von Genentech wurde ein ausser­ordentlicher Aufwand von USD 97 Millionen erfasst. Zudem wurde eine Wertminderung von USD 92 Millionen vorgenommen, nachdem Alcon ein pharmazeutisches Entwicklungsprojekt eingestellt hatte. Infolge dieser Faktoren ging der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften in den ersten neun Monaten 2009 stark zurück und sank gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 um 46% auf USD 186 Millionen.
Nettofinanzergebnis
Nach der Emission von US-Dollar- und Euro-Anleihen im ersten Halbjahr 2009 stieg der Zinsaufwand im dritten Quartal 2009 um 80% auf USD 173 Millionen. Gleichzeitig sank der Finanzertrag aufgrund von niedrigeren Renditen und Währungsverlusten um 45% auf USD 51 Millionen. Infolge der Emission von Anleihen nach Übernahme der 25%-Beteiligung an Alcon Mitte 2008 stieg der Zinsaufwand in den ersten neun Monaten 2009 um 85% auf USD 395 Millionen; der Finanzertrag sank um 71% auf USD 94 Millionen.
Steuern
In den ersten neun Monaten und im dritten Quartal 2009 betrug der Steuersatz (Prozent­satz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) 15,2%. Damit entsprach er den Erwartungen für das Gesamtjahr und lag über dem Steuersatz von 14,0% in den beiden entsprechenden Vorjahresperioden.
Reingewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
Der Anstieg des operativen Ergebnisses wurde in den ersten neun Monaten 2009 durch höhere finanzielle Aufwendungen, geringere Beiträge aus assoziierten Gesellschaften und einen höheren Steuersatz mehr als aufgehoben. Infolgedessen verringerte sich der Reingewinn um 8% auf USD 6,1 Milliarden. Bei konstanten Wechselkursen stieg der Reingewinn gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 jedoch um 2%. Im dritten Quartal 2009 stieg der Reingewinn um 1% auf USD 2,1 Milliarden, da die zweistellige Geschäftsexpansion durch dieselben nicht-operativen Faktoren beeinträchtigt wurde.
Unverwässerter Gewinn pro Aktie
Der unverwässerte Gewinn pro Aktie ging in den ersten neun Monaten 2009 im Vergleich zur Vorjahresperiode von USD 2,93 auf USD 2,69 zurück. Im dritten Quartal stieg der unverwässerte Gewinn pro Aktie gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 0,92 auf USD 0,93.
Bilanz
Die Bilanzsumme per Ende des dritten Quartals 2009 stieg gegenüber dem Jahresende 2008 von USD 78,3 Milliarden auf USD 90,7 Milliarden. Zurückzuführen war dies vor allem auf Erlöse aus den jüngsten Anleihenemissionen, die in Form von Barmitteln und Wertschriften gehalten werden, sowie auf immaterielle Vermögenswerte, die durch die Übernahme des Spezialgeschäfts generischer Arzneimittel von EBEWE Pharma im September 2009 erworben wurden.
Das Eigenkapital des Konzerns stieg per Ende des dritten Quartals 2009 gegenüber dem Jahresende 2008 von USD 50,4 Milliarden auf USD 53,3 Milliarden. Der Reingewinn von USD 6,1 Milliarden und Umrechnungsgewinne von USD 0,9 Milliarden im Berichts­zeitraum konnten die im ersten Quartal 2009 erfolgte Dividendenausschüttung von USD 3,9 Milliarden sowie versicherungsmathematische Verluste von USD 0,8 Milliarden aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen mehr als wettmachen.
Aufgrund der Emission einer Anleihe von USD 5 Milliarden (in zwei Tranchen) in den USA im ersten Quartal und der Platzierung einer Anleihe von EUR 1,5 Milliarden im zweiten Quartal stieg der Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio) des Konzerns per Ende des dritten Quartals 2009 gegenüber dem Jahresende 2008 von 0,15:1 auf 0,27:1. Die Finanz­verbindlich­keiten des Konzerns von USD 14,4 Milliarden per 30. September 2009 bestanden aus kurzfristigen Verbindlichkeiten von USD 5,7 Milliarden und langfristigen Verbindlichkeiten von USD 8,7 Milliarden.
Die Gesamtliquidität erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2008 von USD 6,1 Milliarden auf USD 14,2 Milliarden am 30. September 2009 und stieg damit auf mehr als das Doppelte. Ursachen dafür waren zum einen der sich verbessernde Free Cashflow aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (vor Dividenden), der in den ersten neun Monaten 2009 um 20% auf USD 6,1 Milliarden anstieg, und zum anderen die Erlöse aus den Anleihenemissionen. Die Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) sank gegenüber dem 31. Dezember 2008 von USD 1,2 Milliarden auf USD 0,2 Milliarden.
Die Kreditagenturen liessen ihre Ratings für Novartis 2009 unverändert. Moody's bewertet die lang- bzw. kurzfristigen Verbindlich­keiten des Unternehmens mit Aa2 bzw. P-1, Standard & Poor's beurteilt die langfristigen Verbind­lichkeiten von Novartis mit AA- und die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit A-1+, während Fitch die lang- bzw. kurz­fristigen Verbindlichkeiten mit AA bzw. F1+ beurteilt. Alle drei Agenturen hielten an einem "stabilen" Ausblick fest.
Geldfluss
Der Geldfluss aus operativer Tätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten 2009 auf USD 7,7 Milliarden und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18%. Dieser Anstieg beruht auf Verbesserungen des Nettoumlaufvermögens um USD 0,5 Milliarden sowie auf den gegenüber der Vorjahresperiode um USD 0,4 Milliarden niedrigeren Steuerzahlungen.
Der Geldabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten 2009 auf USD 10,0 Milliarden und beinhaltete einen Betrag von USD 7,5 Milliarden für Investitionen in Wertschriften aus dem Erlös von Anleihenemissionen, USD 0,9 Milliarden für die Übernahme des Generikageschäfts von EBEWE Pharma sowie Investitionen in Sachanlagen von USD 1,3 Milliarden.
Der Geldzufluss aus Finanzierungs­tätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf netto USD 3,0 Milliarden, weil der Erlös von USD 7,1 Milliarden aus den Anleihenemissionen durch die Dividendenausschüttung für 2008 von USD 3,9 Milliarden und durch andere Positionen von insgesamt USD 0,2 Milliarden teilweise aufgehoben wurde.

DIVISION PHARMACEUTICALS - PRODUKTÜBERSICHT
Hinweis: Die Prozentangaben beziehen sich auf das Nettoumsatzwachstum in den ersten neun Monaten 2009 in lokalen Währungen.
Strategischer Bereich der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselmedikamente
Im strategischen Bereich der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselmedikamente (USD 5,4 Milliarden, +12% in lokalen Währungen) machten die schnell wachsenden Beiträge der neuen Produkte in den ersten neun Monaten 2009 74% des Umsatzzuwachses aus. Gegenwärtig sind sieben Medikamente der Marken Exforge, Rasilez/Tekturna und Diovan in zahlreichen Märkten erhältlich, was die Position von Novartis als weltweit führender Anbieter von Markenmedikamenten zur Blutdruck­senkung bekräftigt (gemessen am Jahresumsatz).
Diovan (USD 4,4 Milliarden, +5% in lokalen Währungen) erzielte weltweit solide Zuwächse. Dafür sorgte insbesondere die Expansion in Japan, wo rund 20% des Netto­umsatzes des Produkts erwirtschaftet wurden und wo in diesem Jahr das Kombinations­präparat mit einem Diuretikum, Co-Dio, eingeführt wurde. Im September wurden auf dem Kongress der European Society of Cardiology Ergebnisse aus der japanischen Studie KYOTO HEART vorgestellt: Durch die Zugabe von Diovan zu einem antihypertensiven Behandlungsregime, das nicht auf Angiotensin-Rezeptorblockern (ARB) basierte, konnte gegenüber einem herkömmlichen, nicht ARB-basierten Behandlungsregime das relative Risiko von Herz-Kreislauf-Ereignissen, einschliesslich Schlaganfällen, signifikant um 45% gesenkt werden. Auch in Europa erzielte Diovan nach wie vor ein starkes Wachstum. Dort verzögert sich der erwartete Markteintritt generischer Versionen von Losartan, einem anderen Medikament aus der ARB-Kategorie, bis in die erste Jahres­hälfte 2010. In den USA konnte Diovan (+3%) trotz des verstärkten Einsatzes generischer Versionen von blutdrucksenkenden Konkurrenz­produkten aus anderen Kategorien in den ersten neun Monaten 2009 Zuwächse verzeichnen.
Exforge (USD 475 Millionen, +81% in lokalen Währungen), ein Kombinations­präparat des Angiotensin-Rezeptorblockers Diovan (Valsartan) und des Kalziumkanal­blockers Amlodipin in einer Einzeltablette, übertraf die Marktentwicklung und wuchs stärker als das Gesamtsegment der Blutdrucksenker. Exforge HCT, das zusätzlich zur genannten Kombination noch ein Diuretikum enthält, wurde nach seiner Zulassung im April 2009 in den USA als Blutdrucksenker mit drei Wirkstoffen in einer Einzeltablette eingeführt. In Japan wurde Ende 2008 ein Zulassungsantrag für Exforge eingereicht.
Rasilez/Tekturna (USD 202 Millionen, +114% in lokalen Währungen), die erste neue Klasse von Bluthochdruckmedikamenten seit über zehn Jahren, verzeichnet stetige Umatzsteigerungen. Die wichtigsten Wachstumsfaktoren sind klinische Daten, die eine verlängerte Blutdrucksenkung über mehr als 24 Stunden belegen, sowie die Über­legenheit von Rasilez/Tekturna in klinischen Studien gegenüber Ramipril, einem führenden ACE-Hemmer (eine ältere Kategorie von Blutdrucksenkern). Rasilez wurde im Oktober 2009 in Japan auf den Markt gebracht. Valturna, eine Kombination aus Rasilez/Tekturna und Diovan (Valsartan) in einer Einzeltablette, gewann im September die US-Zulassung. Klinischen Daten zufolge senkt dieses Medikament den Blutdruck signifikant stärker als Valsartan oder Aliskiren allein, was die Zulassung unterstützte.
Galvus/Eucreas (USD 115 Millionen, +416% in lokalen Währungen), zwei Medikamente zur oralen Behandlung von Typ-2-Diabetes, erzielten in vielen Ländern Europas, Latein­amerikas und der Region Asien/Pazifik rasante Umsatzsteigerungen und übertrafen in einigen Ländern ein Konkurrenzprodukt des DPP-IV-Segments. Galvus, das 2008 erstmals eingeführt wurde, ist mittlerweile in 69 Ländern zugelassen, während Eucreas (eine Kombination mit dem oralen Antidiabetikum Metformin in einer Einzeltablette) heute in 50 Ländern zugelassen ist.
Onkologie
Glivec/Gleevec (USD 2,9 Milliarden, +12% in lokalen Währungen), eine zielgerichtete Therapie gegen bestimmte Formen chronisch-myeloischer Leukämie (CML) und gastro­intestinale Stromatumoren (GIST), erzielte anhaltende zweistellige Wachstumsraten. Das Medikament profitiert von seiner Führungsposition in der Behandlung dieser Krebs­erkrankungen, die durch neue klinische Daten und Zulassungsgenehmigungen unter­mauert wird. Die jüngste Zulassung bezieht sich auf den adjuvanten (postoperativen) Einsatz bei GIST-Patienten. Diese Indikation ist heute in mehr als 25 Ländern in Nord­amerika, Europa und der Region Asien/Pazifik zugelassen.
Tasigna (USD 144 Millionen, +171% in lokalen Währungen) ist in 65 Ländern als Sekundärtherapie für Patienten zugelassen, die an einer bestimmten Form von chronisch-myeloischer Leukämie (CML) leiden und gegenüber bisherigen Therapien - wie etwa Glivec/Gleevec - resistent sind oder diese nicht vertragen. Neuen klinischen Daten zufolge könnte Tasigna ein führendes Medikament für neu diagnostizierte CML-Patienten werden. In der Zeitschrift "Blood" veröffentlichte externe Phase-II-Daten belegten, dass molekulare Spuren dieser Form von Leukämie bei 85% der Patienten nach zwölf Monaten fast nicht mehr detektierbar waren. Im Oktober 2009 zeigten Ergebnisse aus der weltweiten Studie ENESTnd, der grössten je durchgeführten direkten Vergleichsstudie zwischen einer zielgerichteten Behandlung und Glivec, dass neu diagnostizierte CML-Patienten auf Tasigna schneller und stärker ansprachen als auf Glivec. Ergebnisse einer Phase-III-Studie mit Tasigna als Tertiärtherapie bei GIST zeigten eine zweimonatige Verlängerung des durchschnittlichen Gesamtüberlebens (statistisch nicht signifikant) der mit Tasigna behandelten Patienten, der primäre Studienendpunkt wurde jedoch nicht erreicht. Deshalb wird Novartis für diese Indikation keine Zulassung beantragen. Für eine Studie zur Primärtherapie bei GIST lief im März die Aufnahme der Patienten an.
Zometa (USD 1,1 Milliarden, +9% in lokalen Währungen), ein intravenös zu verab­reichendes Bisphosphonat zur Behandlung von Patienten mit Knochenmetastasen, verzeichnet weitere Zuwächse. Die Verkäufe profitierten von einer verbesserten Therapietreue und vom Einsatz bei den bestehenden Indikationen. Mögliche Vorteile in der Behandlung anderer Tumortypen werden im Rahmen von Studien überprüft. Gestützt auf bereits veröffentlichte Daten zur adjuvanten Behandlung prämenopausaler Brust­krebspatientinnen mit Zometa sollen im vierten Quartal 2009 Zulassungsanträge für die USA und Europa eingereicht werden.
Femara (USD 925 Millionen, +16% in lokalen Währungen), ein Medikament zur oralen Behandlung von Frauen mit hormonsensitivem Brustkrebs, verzeichnete 2009 aufgrund der Zuwächse in der adjuvanten (postoperativen) Erstbehandlung kräftige Umsätze. Im August veröffentlichte "The New England Journal of Medicine" Ergebnisse aus der weg­weisenden Studie BIG 1-98. Damit wurde die fünfjährige Behandlung mit Femara direkt im Anschluss an eine Operation bei postmenopausalen Frauen mit hormonrezeptor­positivem Brustkrebs im Frühstadium als optimaler Behandlungsansatz gegenüber Tamoxifen bestätigt. Die entsprechenden Daten wurden den US- und EU-Behörden zur Aufnahme in die Produktinformationen eingereicht.
Sandostatin (USD 839 Millionen, +6% in lokalen Währungen) zur Behandlung von Patienten mit Akromegalie sowie neuroendokrinen Tumoren des Magen-Darm-Trakts und der Bauchspeicheldrüse profitierte vom zunehmenden Einsatz von Sandostatin LAR. Diese einmal monatlich zu verabreichende Version generiert beinahe 90% des Netto­umsatzes. Phase-III-Daten, die bei Patienten mit metastasierenden neuroendo­krinen Tumoren des Mitteldarms unter Sandostatin LAR eine signifikante Verzögerung der Tumorprogression belegten, wurden vor kurzem im "Journal of Clinical Oncology" publiziert. Diese Daten dienten dem US-amerikanischen National Comprehensive Cancer Network (NCCN) als Grundlage für die jüngste Aktualisierung der Leitlinien für die Behandlung neuroendokriner Tumoren.
Exjade (USD 469 Millionen, +30 % in lokalen Währungen) ist derzeit in mehr als 90 Ländern zugelassen und ist das einzige Medikament gegen transfusionsbedingte Eisenüberladung, das einmal täglich oral eingenommen wird. Es wurde 2009 in den USA und in Kanada für einen erweiterten Dosierungsbereich von 40 mg/kg zugelassen. Die neue Dosierung wurde 2009 auch in der Schweiz zugelassen und wird für eine Reihe weiterer Länder gelten. Sie stellt für Patienten, die eine intensivere Eisenchelation benötigen, eine neue Behandlungsmöglichkeit dar. Die US-amerikanische Gesundheits­behörde FDA überprüft derzeit die Sicherheitsinformationen zu Exjade, insbesondere im Hinblick auf das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen bei Patienten mit myelodysplastischem Syndrom (MDS) im Vergleich zu Patienten ohne diese Erkrankung. Novartis arbeitet mit der FDA zusammen, um weiter zu prüfen und zu klären, für welche Population von MDS-Patienten eine Behandlung mit Exjade am besten geeignet ist.
Afinitor (USD 38 Millionen), ein oral zu verabreichender Hemmer des mTOR-Signal­wegs, wurde im August 2009 in Europa zur Behandlung von Patienten mit fort­geschrittenen Nierenzellkarzinomen (RCC, Nierenkrebs) nach einem Fortschreiten der Erkrankung unter oder nach VEGF-gerichteter Therapie zugelassen. Im März war Afinitor in den USA als erstes Medikament zur Behandlung von Patienten mit Nierenzell­karzinomen nach Therapieversagen von Sunitinib oder Sorafenib eingeführt worden. Afinitor wird im Hinblick auf die Behandlung vieler verschiedener Krebsarten untersucht: Phase-III-Studien zur Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren (NET), Brustkrebs, Lymphomen, tuberöser Sklerose (TSC) oder Magenkrebs sind im Gange. Eine Spätphasestudie zur Behandlung von Leberzellkarzinomen (HCC) soll Anfang 2010 anlaufen. Der Wirkstoff von Afinitor, Everolimus, ist auch der Wirkstoff von Certican, das in der Transplantationsmedizin eingesetzt wird.
Andere Produkte der Division Pharmaceuticals
Lucentis (USD 858 Millionen, +48% in lokalen Währungen) ist ein biotechnologisch hergestelltes Augenheilmittel, das in mehr als 80 Ländern zugelassen ist. Dank einer hervorragenden Performance in Frankreich, Grossbritannien, Australien und Japan verzeichnete das Medikament ein nachhaltiges Wachstum. Lucentis ist die einzige Therapie, die das Sehvermögen von Patienten mit "feuchter" altersbedingter Makula­degeneration (AMD) nach­weislich aufrechterhält und verbessert. AMD ist eine der Hauptursachen für das Erblinden von Menschen über 50 Jahren. Im Rahmen von klinischen Studien der Spätphase werden die Vorteile von Lucentis für Patienten mit bestimmten Formen des diabetischen Makulaödems untersucht. Genentech hält die US-Rechte an Lucentis.
Exelon/Exelon Pflaster (USD 687 Millionen, +24 % in lokalen Währungen), ein Medika­ment zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimer­demenz und von Demenz im Zusammenhang mit der Parkinsonkrankheit, erwirtschaftet heute mehr als die Hälfte des Nettoumsatzes mit dem Exelon Pflaster. Dieses neuartige trans­dermale Pflaster wurde Ende 2007 eingeführt und ist heute in mehr als 50 Ländern welt­weit erhältlich.
Aclasta/Reclast (USD 325 Millionen, +100% in lokalen Währungen), die erste einmal jährlich zu verabreichende Infusions­therapie gegen Osteoporose, expandiert weiterhin. Die Umsatzentwicklung profitiert vom verbesserten Zugang der Patienten zu Infusions­zentren und von einem umfangreichen Einsatzspektrum bei betroffenen Patienten mit verschiedenen Formen dieser behindernden Erkrankung. Eine steigende Zahl von Patienten kehrt zur Behandlung mit diesem Medikament zurück, das in den USA unter dem Namen Reclast und in den übrigen Ländern als Aclasta vertrieben wird. Es ist für bis zu sechs Indikationen zugelassen, die mit der Behandlung von Osteoporose bei Männern und postmenopausalen Frauen zusammenhängen - unter anderem auch für Patienten, die eine Low-Trauma-Hüftfraktur (bei Stürzen aus niedriger Höhe) erlitten haben.
Xolair (USD 218 Millionen, +53% in lokalen Währungen, nur Umsätze von Novartis) ist ein biotechnologisch hergestelltes Medikament, das in den USA zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem persistierendem Asthma sowie in Europa zur Behandlung von schwerem allergischem Asthma eingesetzt wird. Dank der Tatsache, dass Xolair in mehr als 60 Ländern zugelassen ist und Anfang 2009 in Japan zugelassen wurde, verzeichnete das Medikament weiterhin kräftige Zuwächse. Im August 2009 wurde das Medikament in der EU zur Behandlung von Kindern mit schwerem persistierendem Asthma im Alter zwischen sechs und elf Jahren zugelassen. Diese Zulassung basierte auf Daten, die belegen, dass Xolair die Asthmaanfälle in dieser Altersgruppe nach 24 Wochen um 34% und nach einem Jahr um 50% reduzierte. In den USA wird Xolair von Novartis und Genentech gemeinsam vermarktet, wobei Novartis am operativen Gewinn beteiligt ist. In den ersten neun Monaten 2009 verzeichnete Genentech mit Xolair in den USA einen Umsatz von USD 424 Millionen.
Extavia (USD 26 Millionen) zur Behandlung von Patienten mit schubförmig verlaufender multipler Sklerose (MS) wurde Anfang 2009 in der EU erstmals eingeführt. Heute ist es in mehr als 15 Ländern erhältlich, einschliesslich der USA, wo es nach der Zulassung im August 2009 vor kurzem eingeführt wurde. Mit Extavia betritt Novartis erstmals das Gebiet der MS-Behandlung. Extavia ist mit Betaferon®/Betaseron® identisch, das von Bayer Schering vertrieben wird. Novartis erwarb die Rechte an einer eigenen Marken­version dieses Medikaments durch Vereinbarungen mit Bayer Schering.
AKTUELLER STAND DER FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Novartis verfügt über eine der konkurrenzfähigsten Entwicklungspipelines der pharma­zeutischen Branche mit 147 Projekten in der klinischen Entwicklung. 27 der Projekte betreffen neue Wirkstoffe, die sich in Studien der Spätphase der Entwicklung befinden oder deren Zulassung derzeit durch die Aufsichtsbehörden geprüft wird.
Novartis hat im bisherigen Verlauf dieses Jahres mehr als 30 positive Zulassungs­entscheide aus den USA, der EU und Japan erhalten. Dazu zählen auch die fünf Zulassungsgenehmigungen in Japan für Rasilez, Tasigna, Xolair, Co-Dio und Lucentis, die einen Rekord darstellen. Darüber hinaus stehen in diesem zweitgrössten Pharma­markt der Welt die Zulassungsentscheide für Exforge und Galvus aus. Weitere Zulassungen betreffen Afinitor (Krebs) in den USA und der EU, das neue Biotechnologie-Medikament Ilaris (CAPS) und Extavia (multiple Sklerose) sowie die Kombinations­präparate gegen Bluthochdruck Valturna, Exforge HCT und Tekturna HCT in den USA.
Ausserdem gingen 2009 wichtige Zulassungsentscheide für den H1N1-Pandemie­grippeimpfstoff in den USA und Europa, für das erste Biosimilar in Japan sowie für Prevacid 24HR ein, die erste und einzige rezeptfrei erhältliche Version dieses Protonen­pumpenhemmers in den USA.
Pharmaceuticals
Ilaris (Canakinumab, ACZ885), ein menschlicher Antikörper, der auf IL-1 Beta abzielt, wurde im August 2009 in den USA und der Schweiz als neue Therapie für Kinder ab vier Jahren und Erwachsene mit Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndromen (CAPS) eingeführt. Dabei handelt es sich um seltene autoinflammatorische Erkrankungen, die lebenslang andauern und tödlich verlaufen können. Für Ilaris wurde im Juli 2009 ein positives Gutachten zugunsten einer Zulassung in der EU heraus­gegeben. Dieses biotechnologisch hergestellte Präparat stellt einen wichtigen Fortschritt in der Entwicklung individualisierter Medikamente dar, da es spezifisch auf IL-1 Beta abzielt. IL-1 Beta ist der wichtigste Entzündungsauslöser bei auto­inflammatorischen Erkrankungen. Gegenwärtig laufen Studien in anderen Therapiegebieten, bei denen IL-1 Beta eine wichtige Rolle spielt. Dazu zählen einige Formen von Gicht - eine der schmerzhaftesten Formen von Arthritis - chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Typ-2-Diabetes und systemische juvenile idiopathische Arthritis.
QAB149 (Indacaterol), ein neuer, effizienter, einmal täglich verabreichter Broncho­dilatator zur Behandlung von Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungen­erkrankung (COPD), erhielt im September eine positive Begutachtung, die für die EU-Zulassung sprach. Das umfangreiche Phase-III-Programm mit QAB149 belegte im Vergleich zu derzeit verfügbaren Bronchodilatatoren wie etwa dem Marktführer Tiotropium eine statistisch überlegene Verbesserung der Lungenfunktion und der COPD-Symptome, insbesondere der Kurzatmigkeit. In den USA arbeitet Novartis mit der FDA zusammen, um Bedenken auszuräumen, die in einem im Oktober 2009 eingegangenen "Complete Response Letter" vorgebracht wurden.
Für FTY720 (Fingolimod), einen neuartigen, oral einzunehmenden Arzneimittel­kandidaten zur Behandlung multipler Sklerose (MS), dürften voraussichtlich bis Ende 2009 Zulassungsanträge für die USA und Europa eingereicht werden. Laut ersten Ergebnissen aus der zweijährigen Phase-III-Studie FREEDOMS, die im September 2009 veröffentlicht wurden, war FTY720 einem Placebo signifikant überlegen - sowohl im Hinblick auf die Reduzierung der Schübe als auch im Hinblick auf das Fortschreiten der Behinderung bei Patienten mit schubförmig remittierender MS (RRMS). Diese Daten ergänzen die Ergebnisse der einjährigen Phase-III-Studie TRANSFORMS, die im April 2009 auf der Tagung der American Academy of Neurology vorgestellt worden waren. Diesen Daten zufolge senkte FTY720 die Zahl der Schübe signifikant stärker als Interferon Beta-1a (Avonex®), ein Standardmedikament gegen RRMS. FTY720 weist ein gut untersuchtes Sicherheitsprofil auf - mit einer Exposition von mehr als 5300 Patien­tenjahren. Dazu zählen auch Patienten, die sich derzeit in ihrem sechsten Behandlungs­jahr befinden. Weltweit leiden bis zu 2,5 Millionen Menschen an multipler Sklerose. Sie ist die Hauptursache neurologischer Behinderungen bei jungen Erwachsenen.
Vaccines and Diagnostics
Menveo ist ein neuartiger Impfstoffkandidat, der sich in der klinischen Entwicklung befindet und gegen vier häufige Typen von Meningokokken-Meningitis schützen soll. Im Hinblick auf die Zulassung in den USA und Europa für einen ersten Einsatz bei Jugend­lichen (ab elf Jahren) und Erwachsenen wurden gute Fortschritte erzielt. Novartis beantwortete im August 2009 einen "Complete Response Letter" der FDA, der im früheren Verlauf dieses Jahres eingegangen war. In dem Schreiben hatte die Behörde zusätzliche Informationen zum klinischen sowie zum CMC-Abschnitt (Chemistry Manufacturing and Control) des Zulassungsantrags angefordert. Neue klinische Studien wurden nicht verlangt. In der EU wird 2010 ein Zulassungsentscheid für den Einsatz bei Jugendlichen (ab elf Jahren) und Erwachsenen erwartet. Zudem sind Studien mit anderen Altersgruppen - unter anderem mit Säuglingen ab dem Alter von zwei Monaten - im Gange. Der Impfstoffkandidat soll gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y schützen, die diese ernsthafte bakterielle Infektion hervorrufen können.

Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren beinhalten, die zur Folge haben können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten Ergebnissen, Leistungen oder Errungenschaften abweichen, wie sie in den zukunfts­bezogenen Aussagen enthalten oder impliziert sind. Einige der mit diesen Aussagen verbundenen Risiken sind in der englischsprachigen Version dieser Mitteilung und dem jüngsten Dokument 'Form 20-F' der Novartis AG, das bei der 'US Securities and Exchange Commission' hinterlegt wurde, zusammengefasst. Dem Leser wird empfohlen, diese Zusammenfassungen sorgfältig zu lesen.
Über Novartis
Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2008 erzielten die fortzuführenden Geschäfts­bereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 41,5 Milliarden und einen Rein­gewinn von USD 8,2 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,2 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzern­gesellschaften beschäftigen rund 99 000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Voll­zeitstellen­äquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
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