- Meinungsvielfalt kann zu verbesserten Lösungsansätzen führen, deshalb ist der Dialog unter verschiedenen Gesellschaftsgruppen wichtig
- Damit der Dialog erfolgreich sein kann, müssen jedoch vorab entsprechende Gesprächsbedingungen geschaffen und Ziele festgelegt werden
- Das jährliche Symposium der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung bietet eine wichtige Plattform für den öffentlichen Dialog zu sensiblen entwicklungspolitischen und gesellschaftlichen Themen
Basel, 4. Dezember, 2008 - Internationale Fachleute werden morgen Freitag darüber debattieren, nach welchen Regeln der Dialog zwischen Anspruchsgruppen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geführt werden soll, damit er Früchte trägt. Das 10. Symposium der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung befasst sich mit dem Thema "Mehr Dialog wagen? Bedingungen Konstruktiver Stakeholder-Beziehungen".
Hintergrund ist die Tatsache, dass nicht nur Unternehmen, sondern auch Institutionen oder Gesellschaftsgruppen oft die Tendenz haben, sich zu sehr mit sich selber zu beschäftigen. Dadurch entsteht Meinungsbildung in "geschlossenen Systemen" - und auf der Basis unzureichender Informationen. Dialog kann durch Meinungspluralität zu neuen, innovativen Lösungsansätzen führen. Damit dies jedoch gelingt, müssen Voraussetzungen und Grenzen definiert werden.
"Es ist wichtig, sich vorab über Ziele und Inhalt des Dialogs zu einigen, und ,Spielregeln' festzulegen, wie etwa Anfang, Ende, sowie Bedingungen der Weiterführung oder des Abbruchs.", sagt Klaus M. Leisinger, Präsident und CEO der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung. Ein gut vorbereiteter und professionell durchgeführter Dialog könne so zu positiven Lernerfahrungen führen.
Zu den renommierten Referenten zählt unter anderem Egon Bahr, der als Architekt der Ostpolitik von Bundeskanzler Willy Brandt gilt, und während des Kalten Kriegs den Dialog mit den osteuropäischen Regierungen angeregt hat. Julia Onken, Psychotherapeutin und Autorin, unterstreicht in ihrer Rede die Bedeutung von Ehrlichkeit, Respekt und Empathie zwischen Gesprächspartnern. François Meienberg, Erklärung von Bern, wird über die Grenzen des Dialogs sprechen, wie zum Beispiel wenn versucht wird, durch Dialog zu instrumentalisieren oder konkrete Massnahmen zu verzögern.
Das öffentliche Jahressymposium der Stiftung versteht sich als Plattform für kritische Reflexion und kontroverse Debatten, bei denen Themen aus den verschiedensten Perspektiven beleuchtet und Entwicklungsgrundsätze diskutiert werden. Auch das Publikum ist heterogen, rund 400 Personen - Mitarbeitende von Entwicklungsorganisationen, Staatsangestellte, Wissenschaftler, Studierende und Wirtschaftsvertreter - werden voraussichtlich am diesjährigen Symposium teilnehmen.
Über die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung
Die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung ist eine nicht gewinnorientierte Organisation und mit ihrem Engagement Teil des Corporate-Responsibility-Portfolios der Novartis AG, von der sie vollumfänglich finanziert wird. Die Stiftung unterstützt, ihrem Zweck folgend, in Entwicklungsländern Programme im Gesundheitsbereich im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Zusätzlich gehören wissenschaftlich fundierte Analysen, Beratung und Information zu unternehmensethischen und entwicklungspolitischen Sachverhalten zu ihren Kernkompetenzen. Mit der synergetischen Verknüpfung von Projektarbeit, Think-Tank-Aktivitäten und Dialogvermittlung entwickelt sie innovative Strategien für bekannte Entwicklungsprobleme. Im Jahr 2007 investierte die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung rund 10 Millionen Schweizer Franken in Projekte, vor allem in Afrika und Asien.
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