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Medien - Novartis Schweiz

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Deckung des medizinischen Bedarfs in den Schwellenländern

Die Hälfte aller Raucher und 75 Prozent aller Bluthochdruckpatienten der Welt leben in Schwellenländern wie Brasilien, Russland, Indien und China. In den kommenden zehn Jahren ist in den Emerging Markets mit einem Anstieg der Krebsrate um 50 Prozent zu rechnen, und auch die Fälle von Adipositas und Diabetes werden zunehmen.

„Wir werden unseren Schwerpunkt auf einige dieser Wachstumsmärkte verlagern, unseren Aussendienst beträchtlich erweitern und die klinischen Entwicklungsaktivitäten verstärken, um die Expansion dynamisch wachsender Geschäftsbereiche weiter zu beschleunigen,“ sagt Joseph Jimenez, Head of Pharmaceuticals und Mitglied der Geschäftsleitung von Novartis.

Novartis prognostiziert, dass bis 2020 20 Prozent ihres weltweiten Gesamtumsatzes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten auf die Emerging Markets entfallen werden. Derzeit beträgt dieser Anteil lediglich acht Prozent. 

Um den medizinischen Bedarf in den Schwellenländern zu decken, arbeitet Novartis an folgenden Lösungen:

  • In China errichtet Novartis ein biomedizinisches Forschungs- und Entwicklungszentrum, das sich auf die Erforschung von in Asien endemischen infektiösen Ursachen von Krebserkrankungen konzentriert.
  • In Brasilien baut Novartis die Produktionskapazitäten für aktive pharmazeutische Wirkstoffe aus, darunter eine chemische Vorläufersubstanz für die Herstellung von Diovan, dem weltweit meistverkauften Hypertoniemedikament.
  • In Mittel- und Osteuropa ist Sandoz, die Generika-Division von Novartis, der führende Hersteller von generischen Medikamenten und bietet Zugang zu preiswerten Arzneimitteln.

 

Gesunderhaltung der Familien in Indien

Ein erschreckend hoher Anteil von 65 Prozent der indischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Novartis versucht, diese Kluft durch die Initiative Arogya Parivar zu überbrücken. Dieser Begriff stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „gesunde Familie“. Im Rahmen der Initiative wird Gesundheitsaufklärung mit dem Verkauf preiswerter Medikamente von Novartis kombiniert.

Die Basis von Arogya Parivar ist ein Team aus 200 Gesundheitsberatern, die Dörfer in ländlichen Gegenden besuchen, wo 70 Prozent der indischen Bevölkerung leben. Sie sind oft die einzigen Menschen, die mit den Dorfbewohnern über Gesundheitsbelange und Krankheiten wie Tuberkulose, Asthma und Diabetes sprechen. Novartis unterrichtet diese Berater, die keine Mitarbeitenden des Unternehmens sind, über verschiedene Gesundheitsthemen, das Sprechen in der Öffentlichkeit und ethische Fragen.

Die Gesundheitsberater bringen Ärzte zu den regelmässig veranstalteten „Gesundheitscamps“, die von bis zu 2 000 Dorfbewohnern besucht werden. Die Ärzte behandeln die bedürftigen Patienten mit verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamenten, die Novartis zu wöchentlichen Behandlungskosten von bis zu USD 1,25 günstig anbietet.

 

Führungsrolle im russischen OTC-Geschäft

Novartis hat sich zum führenden Anbieter von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten (OTC-Produkten) in Russland entwickelt und bietet diese einer wachsenden Zahl von Verbrauchern zu günstigen Preisen an.

Rezeptfreie Medikamente, von Schmerzmitteln bis zu Schleimlösern, erfreuen sich in Russland grosser Beliebtheit, und zwar nicht nur bei Patienten, die günstige Behandlungen benötigen, sondern auch bei der wachsenden gesundheitsbewussten Mittelschicht.

Gemäss Dionysios Bouzos, Region Head Russia/India/China von Novartis OTC, war der Erfolg der russischen OTC-Einheit nicht allein dem allgemein ansprechenden Produktportfolio zu verdanken. Ihm zufolge trugen auch die folgenden Faktoren massgeblich zum Erfolg in Russland bei:

  • ein umfassendes Informationssystem, das den Absatz von über 25 000 Apotheken erfasst und die Trends in diesem komplexen Markt aufschlüsselt
  • ein beharrliches Managementteam vor Ort
  • starke Marken
  • flexibles, schnelles Reagieren auf stark veränderliche Marktbedingungen

Novartis möchte diesen Ansatz auch in anderen Schwellenländern verfolgen und beabsichtigt, in den kommenden drei Jahren 40 weitere OTC-Produkte in Russland einzuführen.

 

Zunehmende Stärke in Zahlen

Um dazu beizutragen, ungedeckte medizinische Bedürfnisse in kleineren Schwellenländern zu erfüllen, hat Novartis die Einheit Group Emerging Markets ins Leben gerufen. Diese Organisation greift auf Ressourcen aus allen Divisionen von Novartis zurück und ermöglicht es dem Unternehmen, in neuen Märkten zu investieren und günstige, innovative Lösungen für Probleme der öffentlichen Gesundheit zu schaffen.

Dieser gemeinschaftliche Ansatz wird in neun Pilotmärkten umgesetzt und findet bei wichtigen Kunden wie dem King Hussein Medical Center in Amman, Jordanien, grossen Anklang.

„Unsere Bedürfnisse gehen weit über Onkologieprodukte hinaus und umfassen beispielsweise Antiinfektiva, Schmerzmittel und selbst einfache OTC-Präparate,” so Dr. Mahmoud Serhan, Chief Executive Officer des Krankenhauses. „Bei unserem Entscheidungsprozess ziehen wir es vor, mit nur einem Repräsentanten eines Anbieters zu verhandeln. Indem Novartis die Kräfte der einzelnen Divisionen vereint, ist das Unternehmen der ideale Partner geworden.“

Dieser neue Ansatz gehört zu den auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnittenen Modellen, die Novartis derzeit prüft, um das Wachstum weltweit zu fördern. 2008 stieg der Gesamtumsatz von Novartis in diesen Pilotländern im Jahresvergleich um ganze 26 Prozent, gegenüber 11 Prozent im Vorjahr.

 

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